Elche in der Uni ...

Bibliothek

Dass wir als Verlag pro Buch je zwei Pflichtexemplare der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) schicken müssen, war uns klar. Haben wir auch gleich im Dezember erledigt und eine sehr nette Bestätigungs-E-Mail bekommen: "Sehr geehrte ... wie gewünscht bestätige ich Ihnen hiermit den Eingang folgender Publikationen aus der Buchreihe 'Elche fangen… Basiswissen Consulting für Berater und Führungskräfte': ..." und dann kam die Nennung der vier ISBN.

Worauf wir erst kürzlich aufmerksam wurden. Die Unibibliothek der Goethe Universität will ebenfalls die Bücher. Etwas bescheidener. Sie möchten jeweils nur ein Exemplar. Mehr dazu auf  https://www.ub.uni-frankfurt.de/ueber/pflichtabgabe.html und den dort verlinkten Seiten.


Eine freundliche Wissenshüterin - so nennen wir Bibliothekare - schrieb uns:
" ... Das Pflichtexemplarrecht sowie seine Modalitäten ergeben sich aus Par. 4a des hessischen Bibliotheksgesetzes, die Berechtigung der UB JCS für das Stadtgebiet Frankfurt aus Par. 1 Absatz Nr. 2 der Verordnung über die Pflichtablieferung von Medienwerken, beide verlinkt über die oben genannte Internetseite der UB."


Zur Erhellung: Das Hessische Bibliotheksgesetz kürzen Juristen ab mit HessBiblG. UB JCS steht für Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg. Ganz in Frankfurter Tradition hat dieser wohlhabende Arzt, Stifter, Naturforscher und Botaniker im 18. Jahrhundert das Bürgerhospital gestiftet und war Namensgeber unter anderem für das 1817 entstandene Senckenberg Forschungsinstitut und dies wiederum war eine "Keimzelle" der Johann Goethe Universität. Kein Schreibfehler. An "unserer" Uni hat der "olle" Goethe noch kein "von".


Der Sinn hinter der Sammelleidenschaft der Uni: Die DNB ist die Wissenshüterin für Bücher insgesamt in Deutschland. Die Bundesländer und Städte archivieren jeweils auch sehr gerne noch mal. Steht aber nicht in jedem Buch über "Was Sie so als Verlagsgründer so machen müssen und dürfen". Darum war die Bibliothekarin wohl nachsichtig. Es gibt nämlich Einlieferungsfristen. "Sie sind ja noch ein junger Verlag."


Am Montag haben wir also mal wieder höchstpersönlich Elche in eine Bibliothek getragen. Die Bibliothekarin war - wie diese Menschen es meist sind - sehr freundlich, entzückt über so schöne Bücher und hocherfreut, dass die Uni nun endlich einen Neubau für die Bibliothek bekommt. "Bislang war kein Geld da. Nun sind hundert Millionen bewilligt." Wow, da wird einiges hineinpassen und die Elche ziehen dann mit um. Wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern, bis der Neubau fertig ist.

 

Rudi - Freitag, 16. März 2018

 

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