Druck, Satz und

vom Druckermeister lernen

... worauf es bei einer Buchfahne ankommt. Auf einen schönen, schlichten, technisch und inhaltlich einwandfreien Textsatz und auf die Qualität der Bilder. Die Elche - so viel sei hier schon verraten - sollen Fotos und Skizzen enthalten. In Graustufen. Da heutzutage ja alles per se erst einmal bunt ist, müssen die Bilddateien umgewandelt werden. Die Herausforderung: Ihre Qualität muss gleich bleiben.


Wir haben einen Druckermeister gesprochen, der es auf den Punkt brachte: Die Bilder müssen so bearbeitet sein, dass sie am Monitor richtig gut aussehen. Also vor allem auf Helligkeit (nicht zu dunkel) und Kontrast (stark genug) achten. Der Druck wird systembedingt immer etwas schlechter ausfallen.


Damit standen wir vor einem großen Fehler-Elch. Um so einen ging es kürzlich auch, als die Elch-Bücher am 4. Juli ihren ersten Auftritt hatten (Blog 06.07.2017). Unser Bilder-Fehler-Elch hatte auch noch einen Bruder: Was tun, wenn die Buch-Fahnen in den Texten immer wieder neue Fehler aufweisen und alte, schon ausgemerzte wieder auftreten? Wie meinte die Autorin in der Runde am 4. Juli: "Wenn ein Projekt vor die Wand gefahren ist, haben Sie plötzlich viel Zeit. Also können Sie auf Null stellen und noch mal von vorne anfangen."


Werden wir mit dem Satz der Texte und den Bildern machen. Die Bilder macht der Designer unseres Vertrauens und den Satz stellen wir auf eigene Füße. TeXnisch kein Problem. TeX? Gesprochen: tech. Ein sehr altes, sehr gutes, stabiles und schönes Programm. Und sein Nachfolger Latex (latech). Sie können sich ja zum Beispiel mal bei Dante e.V. umsehen.

 

Damit entfällt das "Zu Fuß" des Index in Indesign (Blog vom 29.06.2017) und wir gewinnen Zeit. Das Hin und Her der Fahnen mit neuen und alten Fehlern entfällt und mit ihnen langwierige Ausreden, warum etwas so lange dauert und immer wieder alte und auch noch neue Fehler auftreten. Wie sagte der Ex-Setzer: Das würde ich selbst machen. Er meinte zwar etwas anderes, hatte aber auch für seinen Job ins Schwarze getroffen. Genau, machen wir.


Also muss ich jetzt nur noch unsere neue Buchsetzerin anspornen. Da sie nicht nur teXnisch flott ist, sollte das mit einer Tasse Kaffee klappen. Es bleibt also dabei: FBM17, wir kommen. Das ist die Buchmesse in gut zwölf Wochen.


Rudi Moos - Freitag, 14. Juli 2017

 

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